ACP Beraterausbildung

ACP

Die gesundheitliche Versorgungsplanung ist mit § 132 g SGB V durch das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz (HPG) 2015 eingeführt worden.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).

Damit Vorsorgedokumente und Willenserklärungen auch valide sind und beachtet werden, ist eine Unterstützung beim Entstehen sinnvoll. Diese Unterstützungsleistung kann durch Gesprächsbegleiterinnen oder Gesprächsbegleiter erfolgen. Im Zusammenhang mit der Unterstützung von Patientenverfügung hat sich in den letzten Jahren dazu die Bezeichnung Berater etabliert. Das Beratungsselbstverständnis ist Gegenstand der Ausbildung.


Zielgruppe

Sie möchten in Ihrer Einrichtung eine gesundheitliche Versorgungsplanung gem. § 132 g SGB V anbieten.

Als Beraterinnen bzw. Gesprächsbegleiterinnen können insbesondere unterschiedliche Berufsgruppen beitragen.


Berufsausbildung als

Gesundheits- und Krankenpfleger(in)
Altenpfleger(in)
Kinderkrankenpfleger(in)
staatlich anerkannte(r) Heilerziehungspfleger(in)
staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)

einschlägiger Studienabschluss im Bereich

Gesundheits- und Pflegewissenschaften
Geistes-, Sozial und Erziehungswissenschaften

Anforderungen gem. 132 g SGB V

Die gesetzliche Regelung des § 132 g SGB V sieht keine detaillierten Anforderungen an die Qualifikation der Beraterinnen und Berater vor. Dies könnte in einer Rahmenvereinbarung geregelt werden.

Dennoch ist eine berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen förderlich.


Inhalte der Ausbildung

Die Weiterbildung umfasst zwei Teile.

Der erste Teil umfasst 48 Lehreinheiten von je 45 Minuten und einen praktischen Teil.

Im zweiten Teil wird es um ergänzende Praxisfälle gehen. Insbesondere werden die eigenständig durchgeführten Beratungen begleitet.


Leitung

Dr. Arnd T. May,
2000 Promotion zu Patientenverfügungen (Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige, Münster: LIT-Verlag 2000, 3. Auflage 2005)

Mitarbeit im Forschungsprojekt „Patiententestament und Patientenanwalt. Advanced Directives and Durable Power of Attorney”, Ruhr-Universität Bochum (Leitung: Prof. Dr. Hans-Martin Sass), gefördert durch die Volkswagen Stiftung (1994-1997)

Jahrelange Erfahrung in der Beratung zu Vorsorgedokumenten, der Implementierung von Vorsorgedokumenten in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit dem Schwerpunkt Alten- und Behindertenhilfe

Persönlich berufenes Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Selbstbestimmung am Lebensende” des Bundesministeriums der Justiz (2003-2004) und Sachverständiger des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages 2009 zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen

Initiator der "Standards für die Beratung zu Patientenverfügungen" (May A, Niewohner S, Bickhardt J, Kreß H, Rothärmel S) in Ethik in der Medizin 2005, 332-336 als Beitrag zur Qualitätsdiskussion zur Beratung zu Patientenverfügungen

Trainer für Ethikberatung im Gesundheitswesen (AEM) seit Beginn der Zertifizierung 2014
Berufserfahrung in der Ethikberatung im Gesundheitswesen seit 1995.


Dr. May

verfügbarer Termin Erfurt (Nr. 1)

Sobald durch die veröffentlichte Rahmenvereinbarung Klarheit geschaffen wurde, wird es ein entsprechendes Seminarangebot auf dieser Seite geben.


Tagungspreis

1.590,00 Euro zuzüglich MwSt.

Im Tagungspreis sind Tagungsunterlagen, das gemeinsame Mittagessen, Pausenverpflegung und Getränke enthalten.

Das Seminar ist als Kompaktseminar konzipiert.


Anmeldung

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder schriftlich an. Benutzen Sie dazu gern den Anmeldebogen.

E-Mail an anmeldung@ethikakademie.de

Telefon: 0700 BIOETHIK (24638445)
Tel. 0361 64417-500

Fax: 0361 64417-600

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Mit dem Erhalt der Rechnung für das Seminar garantieren wir Ihnen das Stattfinden des Seminars.

Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.


ACP

Das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz 2015 hat mit § 132 g SGB V einen Beratungsanspruch für Bewohner in Pflegeeinrichtungen zur "gesundheitlichen Versorgungsplanung" geschaffen.

Der § 132 g SGB V sieht weiterhin Fallbesprechungen vor, damit auf individuelle Bedürfnisse der Bewohnerin bzw. der Patientin besprochen werden für die letzte Lebensphase und Sterbephase. Dabei sollen Notsituationen besprochen werden und auf Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung eingegangen werden.

Diese beiden Bereiche Beratung und Fallbesprechung werden ausführlich behandelt.

ACP ist ein andauernder "Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, möglichst künftige Behandlunsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen" (ACPEL-Society 2016).


Zertifikat

Nach erfolgreicher Ausbildung (Teil 1 und Teil 2) erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat, mit dem sie ihre Kompetenzen nachweisen können.

Dies Zertifikat dient zur Anerkennung als Beraterin nach § 132 g SGB V durch die Krankenkasse.


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